Ein Blick in Changes2go

Nachdem wir die Bewegungsabläufe und Kommandos eingeführt und geübt haben, können wir nun beginnen diese im Parcours gezielt einsetzen. Wechsel sind in einem Parcours nicht nur dazu da von einer Seite zur anderen zu kommen, sondern sind ein wichtiges Mittel der Kommunikation zwischen Hund und Hundeführer. Und so kann man sowohl mit der Wahl der Art des Wechsels als auch mit dessen Platzierung im Parcours dem Hund wichtige Informationen mitgeben. Dabei muss man bei jeder Wechsel-Art andere Dinge beachten und darum wird es in den nächsten Themen gehen.

 

Heute schauen wir uns heute zunächst den Belgischen Wechsel in den Sprungkombinationen Gerade, Fächer, Welle und Viereck an. Mit Hilfe der Sprungkombinationen kann man viele Aspekte des Belgischen Wechsels gezielt üben und mit in den Parcours nehmen. Auch wenn die Sprungkombinationen nicht immer komplett in einem Parcours vorkommen, kann man dennoch die Dinge die man in Ihnen übt mitnehmen und anwenden. Dabei sollte man in Sprungsequenzen nicht nur auf den Wechsel und die Reaktionen des Hundes auf diese achten, sondern auch darauf das der Hund lernt trotz des Wechsels die Stangen zu schmeißen. Deshalb sollte man bestimmte Regel einhalten z.B den Wechsel auslaufen, aber auch die Stange mit in die Bewertung der Übung mit einbeziehen. 

Schauen wir uns also einmal an welche Aspekte des Belgischen Wechsels man in welcher Sequenz braucht bzw. üben kann.

Belgischer Wechsel in einer Gerade

Die ersten Übungen mit dem Belgischen Wechsel sollte man innerhalb einer Gerade machen, denn hierbei kann man zwei wichtige Sachen üben. Beim Belgischen Wechsel ist es sehr wichtig dass man lernt diesen innerhalb der Gerade auszulaufen und ihn somit immer zum nächsten Hindernis zu platzieren.

Es ist nicht immer einfach den Wechsel auszulaufen, denn hierfür muss man den Bewegungsablauf sehr gut kennen. Dennoch sollte man sich nicht angewöhnen beim Wechseln stehen zu bleiben oder auf der Stelle zu drehen. Denn das stellt ein enormes Verletzungsrisiko für den Menschen da. Oftmals entstehen so Knie oder Knöchelverletzung und irritiert den Hund in seinem Bewegungsablauf. Insbesondere dann wenn man auch noch den Wechsel nicht zum nächsten Hindernis hin platziert, beeinflusst man schnell denn Bewegungsablauf des Hundes negativ. Gerade an den Sprüngen bedeutet das, man sich z.B in der Landezone des Hundes befindet bzw. ihm nicht das nächste Hindernis anzeigen kann.

Das heißt wenn ich einen Belgischen Wechsel plane, sollte ich mir immer eine Linie und keinen Punkt suchen auf dem ich ihn laufe. Das gilt natürlich nicht nur für wirkliche Geraden sondern für jegliche Kombinationen bei denen der Hund sich trotz Wechsel gerade weiter laufen soll.

Dieses muss man natürlich ganz oft in vielen Sequenzen üben und beachten aber zu Beginn eignet sich sehr gut folgende Übung:

Übung

Wer keinen Tunnel zur Verfügung hat kann auch einen Pylonen oder einen andern Gegenstand nutzen den der Hund umrunden kann. Wichtig ist lediglich das ihr so Vorsprung erarbeiten könnt, denn ihr braucht um den Wechsel auslaufen und richtig platzieren zu können. Daher solltet ihr egal welches Hilfsmittel ihr nutzt darauf achten das der Hund gerade zu dem ersten Sprung kommt. Wie der Hund in eine Sprungkombination kommt ist etwas auf das ihr immer achten solltet wenn ihr euch für einen Wechsel absetzt.  Dabei spielt der Blickwinkel des Hundes eine wichtige Rolle.

Sequenz

Blickwinkel des Hundes aus dem Tunnel heraus

 

Dabei ist es sehr wichtig darauf zu achten das der Hund die Stelle an der man wechselt ohne große Korrekturen sehen kann, damit er den Wechsel denn man da gerade auch wahrnehmen kann. Natürlich kann man über ansprechen denn Blickwinkel des Hundes verändern, aber auch das hat Grenzen.

Darüber hinaus ist es natürlich wichtig die Übung auf beiden Seiten zu üben.

Wenn man so also die Belgischen Wechsel auf gerader Linie geübt hat kann man in der nächsten Sprungsequenz einen weiteren wichtigen Aspekt beim Belgischen Wechsel üben.

 

Trainingspläne

  • Mein Trainingsplan für Junghunde. Die Zeitangaben sind dienen nur der groben Orientierung und müssen an die Entwicklung des Einzelenen Hundes angepasst werden.

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