Nur Wraps reichen nicht mehr ...

In diesem Jahr hat das Sprungtraining in unserem Land einen großen Schritt nach vorne gemacht, denn es hält Einzug in vielen Vereinen, Trainingsstunden und Trainingsplänen. Was mir dabei ein bisschen Sorgen macht ist das wir gerade mal da anfangen wo andere Nationen schon vor Jahren angefangen haben . Wenn man sich anschaut wann die Pioniere des Sprungtrainings im englischen Bereich die ersten Bücher, DVD´s etc. veröffentlicht haben, dann muss einem eigentlich bewusst sein das es nicht mehr reicht. Ohne die Erweiterung und Ergänzungen der Methoden selbst und des Sprungtrainings an sich, lernt der Hund nur ein Bruchteil von dem was er heute braucht. Das heißt in keinem Fall das die Methoden oder das Training danach ausgediehnt hat oder schlecht ist, sondern nur das es weiterentwickelt werden muss.

Wenn man sich z.B die Parcours der WM 2016 anschaut stellt man schnell fest das nicht nur die Parcours an sich immer komplexer werden, sondern auch die Anforderungen am Sprung immer vielfältiger werden. 

SprungtechnikenWM2016

Dabei kommt es garnicht so sehr darauf an das man jeder Technik einen Namen gibt. Es geht viel mehr darum sich bewusst zu machen das es für den Hund durchaus einen Unterschied macht aus welchem Winkel und Anlauf er abspringen muss. Nur weil zum Beispiel das gestreckte Springen aus einem flachen Winkel ( Slice/hellblau) für uns nicht so komplex aussieht wie ein Wrap, heißt das nicht das er nicht ebenso Anforderungen an den Hund stellt die man gezielt trainieren muss. So gehört zu einem zeitgemäßen Training , neben den grundlegenden Sprungtechniken, auch das gezielte Training von darauf aufbauenden, weiterführenden und komplexeren Techniken. Und bei diesem dürfen dann auch die Aspekte Kraft- und Koordination sowie Handling, nicht außen vor gelassen werden. 

Je komplexer die Technik desto größer der Einfluss der körperlichen Fähigkeiten eines Hundes. Gerade bei Hunden die nicht von Haus aus "sportlich" sind und gute Vorraussetzungen mitbringen, kann der Mangeln an Muskeln und koordinativer Fähigkeiten sogar so weit führen das Sie eine Technik überhaupt nicht sauber arbeiten können. Im Gegenteil es kann sogar soweit gehen das Sie sich selbst in Gefahr bringen, wenn Sie dennoch versuchen so zu springen wie es der Parcours braucht. Ähnliches gilt für das Handling ( Kommandos, Wechsel etc.) .

Je komplexer der Parcours ist desto mehr ist der Hund darauf angewiesen das wir ihm früh genug und in einer Form in der er Sie verarbeiten kann, die Infos die we braucht.  Natürlich kann man sagen das ist Handling und hat nicht mit Sprungtraining zutun. Da man aber aus meiner Sicht sehr gezielt das Arbeiten von bestimmten Sprungtechnik in Kombination mit bestimmten Handlings üben sollte, gehört es für mich zu Sprungtraining. 

Um dieser Entwicklung auch in meinen Kursen gerecht zu werden, habe ich meinen Sprungtrainings-Kurs im Jahr umgestellt und einen neuen Trainingsplan entwickelt. Sowohl im Aufbau (Jump2go Individuell Aufbau ) als auch bei Hunden die schon springen (Jump2go Individuell), versuche ich dabei ganzheitlich zu arbeiten und meinen Teilnehmern das Bewusstsein für die Zusammenhänge beizubringen. 

Die letzten Sprungtraining-Kurse für dieses Jahr findet ihr ab jetzt im Shop

 

 

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